<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Natur Archive - Johanna Kruse</title>
	<atom:link href="https://johanna-kruse.com/category/natur/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://johanna-kruse.com/category/natur/</link>
	<description>Reiseblog</description>
	<lastBuildDate>Thu, 13 Mar 2025 08:43:03 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9</generator>

<image>
	<url>https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2021/04/cropped-JK-32x32.jpg</url>
	<title>Natur Archive - Johanna Kruse</title>
	<link>https://johanna-kruse.com/category/natur/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Meine Great Ocean Road Tour: Die schönsten Stopps und faszinierende Geologie erklärt</title>
		<link>https://johanna-kruse.com/great-ocean-road-tour/</link>
					<comments>https://johanna-kruse.com/great-ocean-road-tour/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2025 06:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[12 Apostles]]></category>
		<category><![CDATA[Great Ocean Road]]></category>
		<category><![CDATA[Kalkstein]]></category>
		<category><![CDATA[Küstenstraße]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://johanna-kruse.com/?p=454</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine unvergessliche Great Ocean Road Tour Diese Küstenstraße gehört für viele Reisende auf die Bucket List. So wollte auch ich auf meiner Australienreise unbedingt den einzigartigen Great Ocean Road besuchen. Nicht nur unter Reisebegeisterten gehört sie zu den Must-Sees. Auch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/great-ocean-road-tour/">Meine Great Ocean Road Tour: Die schönsten Stopps und faszinierende Geologie erklärt</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Eine unvergessliche Great Ocean Road Tour</h2>



<p>Diese Küstenstraße gehört für viele Reisende auf die Bucket List. So wollte auch ich auf meiner <a href="https://johanna-kruse.com/langzeit-reise-australien/">Australienreise </a>unbedingt den einzigartigen Great Ocean Road besuchen. Nicht nur unter Reisebegeisterten gehört sie zu den Must-Sees. Auch für Naturfreunde ist es eine großartige Gelegenheit, die raue Natur Australiens hautnah zu erleben.</p>



<p>Was viele jedoch nicht wissen: Die Great Ocean Road ist das weltweit größte Kriegsdenkmal. Nach dem ersten Weltkrieg wurde sie von etwa 3.000 heimgekehrten Soldaten zwischen 1919 und 1932 erbaut, um der im Krieg gefallenen Kameraden zu gedenken.</p>



<p>Die Great Ocean Road erstreckt sich über 243 Kilometer entlang der Südküste Victorias (Torquay – Allansford) und bietet spektakuläre Küstenlandschaften, beeindruckende geologische Formationen und zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Als ich selbst entlang der Route unterwegs war, war ich nicht nur von den wunderschönen Aussichtspunkten begeistert, sondern auch von der Geschichte hinter den berühmten Felsen und Klippen, die so oft als Postkartenmotiv dienen. In diesem Artikel teile ich meine persönlichen Highlights und gebe einen Einblick in die geologischen Hintergründe dieser einzigartigen Küstenstraße.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2025/03/20250102_101128-1024x768.jpg" alt="Gibson Steps am Strand des Great Ocean Roads
" class="wp-image-459"/></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Die schönsten Stopps auf meiner Great Ocean Road Tour</h2>



<h3 class="wp-block-heading">12 Apostles &#8211; Das Wahrzeichen des Great Ocean Roads</h3>



<p>Kein Stopp auf einer Great Ocean Road Tour ist so ikonisch wie die 12 Apostles. Diese beeindruckenden Kalksteinsäulen ragen aus dem Meer empor und bieten einen der spektakulärsten Ausblicke Australiens.</p>



<p>Obwohl sie als „12 Apostles“ bekannt sind, gibt es heute tatsächlich nur noch acht dieser Felsen. Die Erosion hat im Laufe der Jahre mehrere von ihnen einstürzen lassen, während die verbleibenden Säulen weiterhin den Kräften der Natur ausgesetzt sind. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich in Zukunft neue Felsnadeln bilden werden, während andere weiter abgetragen werden. Die Küstenlinie verändert sich stetig, sodass die Landschaft in einigen Jahren bereits ganz anders aussehen könnte. Falls ich in 5-10 Jahren nochmal hierherkomme werde ich vermutlich eine ganz andere Szenerie vorfinden – wie spannend!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2025/03/20250102_105928-768x1024.jpg" alt="12 Apostles am Great Ocean Road" class="wp-image-460"/></figure>



<p>Der Aussichtspunkt der 12 Apostles ist leicht zugänglich und bietet eine spektakuläre Sicht auf die Küste. Während man von oben die Wellen beobachtet, die mit voller Kraft gegen die Felsen schlagen, wird schnell klar, warum diese Formationen der Erosion so stark ausgesetzt sind. Falls du die 12 Apostles auf deiner Great Ocean Road Tour besuchen möchtest, empfehle ich dir, das vormittags zu tun. Dort ist es meistens noch nicht ganz so voll und die Temperaturen sind besonders im Sommer noch angenehm.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Loch Ard Gorge &#8211; Ein Ort voller Geschichte und Naturschönheit</h3>



<p>Ein weiteres Highlight auf meiner Great Ocean Road Tour war die Loch Ard Gorge. Diese malerische Bucht ist nicht nur landschaftlich beeindruckend, sondern auch eng mit einer unglücklichen Geschichte verbunden. Die Schlucht wurde nach dem Schiffsunglück der Loch Ard im Jahr 1878 benannt, bei dem das Schiff in dichtem Nebel auf die Klippen auflief und sank. Von dem 54 Menschen an Bord überlebten nur zwei.</p>



<p>Heute führen gut ausgebaute Wege und Treppen hinunter zu der Bucht, wo man die beeindruckenden Felsformationen aus nächster Nähe bestaunen kann. Als ich den Blick über die steilen Klippen und das türkisfarbene Wasser schweifen ließ, wurde mir bewusst, wie kraftvoll und zugleich unberechenbar die Natur sein kann. Die Kombination aus der bewegenden Geschichte und der rohen Kraft der Natur macht diesen Ort zu einem weiteren Highlight entlang der Great Ocean Road.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2025/03/20250102_114532-768x1024.jpg" alt="Loch Ard Gorge, Kalksteinklippen an der Küstenstraße
" class="wp-image-461" style="width:840px;height:auto"/></figure>



<p>Aus allen Formationen entlang der Great Ocean Road ist die Loch Ard Gorge wohl mein Favorit. Man kann hier von der Besucherplattform sehr gut die verschiedenen geologischen Schichten sehen, etwas das mich natürlich besonders fasziniert hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">London Arch &#8211; Ein lebendiges Beispiel für die Kraft der Natur</h3>



<p>Ein weiteres Highlight auf meiner Great Ocean Road Tour war der London Arch. Früher als London Bridge bekannt, war diese natürliche Felsenbrücke einst mit dem Festland verbunden. Doch 1990 stürzte ein Teil der Formation ein, sodass nur noch ein einzelner Felsen im Meer zurückblieb.</p>



<p>Dieser Ort zeigt eindrucksvoll, wie sich die Landschaft der Great Ocean Road ständig verändert. Es war faszinierend zu sehen, wie Wind, Wasser und Wetter im Laufe dieser Zeit diese ikonische Felsformationen geformt haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gibson Steps &#8211; Die Natur aus einer neuen Perspektive erleben</h3>



<p>Die Gibson Steps bieten eine seltene Möglichkeit, die imposanten Felsformationen nicht nur von oben, sondern auch von unten zu betrachten. Während meiner Great Ocean Road Tour bin ich die Treppen hinunter zum Strand gegangen und stand plötzlich vor riesigen Steinsäulen, die sich aus dem Meer erheben. Das Gefühl, zwischen diesen mächtigen Felsen zu stehen und die Kraft der Wellen hautnah zu erleben, war ein unvergesslicher Moment.</p>



<p>Der Strand selbst hat mich ebenfalls beeindruckt. Der feine Sand fühlte sich angenehm unter den Füßen an. Obwohl die Wellen weit nach oben reichten, konnte man problemlos auf dem Sand laufen. Die Kombination aus der wilden Brandung, den hochaufragenden Klippen und dem offenen Ozean sorgte für eine ganz besondere Atmosphäre. Wer die Great Ocean Road nicht nur aus der Vogelperspektive erleben möchte, sollte diesen Stopp unbedingt einplanen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Geologie der Great Ocean Road &#8211; ein Blick in die Vergangenheit</h2>



<p>Die atemberaubende Landschaft der Great Ocean Road Tour ist nicht nur fantastisch für tolle Postkartenmotive, sondern hier wird auch geologische Geschichte sichtbar. Etwas ganz Besonderes – da meistens die Geologie unseren Augen verwehrt bleibt. Hier lassen sich Millionen Jahre Erdgeschichte hautnah erleben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie entstanden die Kalksteinklippen?</h3>



<p>Vor etwa 20 Millionen Jahren war dieser Teil Australiens von einem flachen Meer bedeckt. Über Millionen von Jahren lagerten sich kalkhaltige Organismen wie Muscheln, Korallen und andere Sedimente am Meeresboden ab. Diese Ablagerungen verfestigten sich langsam zu Kalkstein.</p>



<p>Durch tektonische Bewegungen hob sich das Land schließlich an, und das Meer zog sich zurück. Die weicheren Gesteinsschichten wurden nach und nach von Wind und Wasser abgetragen, wodurch die dramatischen Klippen und Felsnadeln entstanden, die heute entlang der Great Ocean Road zu sehen sind.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2025/03/20250102_115114-1024x768.jpg" alt="London Arch Kalksteinklippen" class="wp-image-462"/><figcaption class="wp-element-caption">Hier sieht man die einzelnen Schichten des Gesteins besonders gut. </figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Erosion &#8211; Ein Prozess, der die Landschaft stetig verändert</h3>



<p>Die Küste entlang der Great Ocean Road ist ständig in Bewegung. Die rauen Wellen des südlichen Ozeans treffen mit enormer Kraft auf die Küstenlinie und tragen den weichen Kalkstein nach und nach ab. Dadurch verändert sich die Landschaft über die Jahre hinweg sichtbar.</p>



<p>Besonders deutlich wird dies an Orten wie den 12 Apostles oder dem London Arch, wo bereits mehrere Felsen durch die natürliche Erosion eingestürzt sind. Küstenschutzmaßnahmen wie die Sandaufschüttungen in Apollo Bay verdeutlichen, dass die Erosion an bestimmten Bereichen der Great Ocean Road eine ernsthafte Herausforderung darstellt. Aber nicht nur die Erosion bedroht die hier die Küstenlinie. Auch die vielen Touristen und der Klimawandel gestalten die Instandhaltung des Great Ocean Roads vor Herausforderungen. (<a href="https://www.marineandcoasts.vic.gov.au/marine-coastal-management/great-ocean-road-action-plan">https://www.marineandcoasts.vic.gov.au/marine-coastal-management/great-ocean-road-action-plan</a>, <a href="https://www.abc.net.au/news/2017-05-21/sand-used-to-halt-beach-erosion-rise-along-great-ocean-road/8543552">https://www.abc.net.au/news/2017-05-21/sand-used-to-halt-beach-erosion-rise-along-great-ocean-road/8543552</a>)</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie beeinflusst Kalkstein die Vegetation?</h3>



<p>Der kalkhaltige Boden entlang der Great Ocean Road beeinflusst nicht nur die Küstenlandschaft, sondern auch die Pflanzenwelt. Der Boden ist porös und lässt Wasser schnell versickern, was das Wachstum bestimmter Pflanzenarten begünstigt, während andere hier kaum gedeihen können.</p>



<p>Zudem fördert die hohe Kalkkonzentration eine spezifische Vegetation, die sich perfekt an diese Bedingungen angepasst hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Die Great Ocean Road Tour ist mehr als nur ein Roadtrip</h2>



<p>Meine Great Ocean Road Tour war eine unvergessliche Erfahrung. Neben den spektakulären Stopps, wie den 12 Apostles, Loch Ard Gorge und London Arch hat mich besonders die geologische Geschichte dieser Region fasziniert.</p>



<p>Die Erosion und die Kräfte der Natur sorgen dafür, dass sich die Landschaft ständig verändert. Wer weiß, welche Formationen in ein paar Jahrhunderten noch zu sehen sind?</p>



<p>Warst du schon auf der Great Ocean Road unterwegs oder hast schon andere beeindruckende Küstenstraßen erlebt? Was war dein Favorit?</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@victor_g?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Victor</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/felsformation-an-der-kuste-hM0jUUU5eDg?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/great-ocean-road-tour/">Meine Great Ocean Road Tour: Die schönsten Stopps und faszinierende Geologie erklärt</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://johanna-kruse.com/great-ocean-road-tour/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorbereitung für eine Weitwanderung: Teil 3 der Schottland-Reihe</title>
		<link>https://johanna-kruse.com/vorbereitung-fuer-eine-weitwanderung-teil-3-der-schottland-reihe/</link>
					<comments>https://johanna-kruse.com/vorbereitung-fuer-eine-weitwanderung-teil-3-der-schottland-reihe/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jun 2024 14:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Schottland]]></category>
		<category><![CDATA[Wandern]]></category>
		<category><![CDATA[Weitwanderung]]></category>
		<category><![CDATA[West-Highland Way]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://johanna-kruse.com/?p=355</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dass gute Vorbereitung ist die halbe Miete bei einer Weitwanderung ist stellte ich bereits bei meinem ersten Versuch auf dem West-Highland Way fest. Obwohl ich noch nicht viel vom West-Highland-Way sah, gefiel mir dieser Trail von Anfang an so gut, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/vorbereitung-fuer-eine-weitwanderung-teil-3-der-schottland-reihe/">Vorbereitung für eine Weitwanderung: Teil 3 der Schottland-Reihe</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Dass gute Vorbereitung ist die halbe Miete bei einer Weitwanderung ist stellte ich bereits bei meinem ersten Versuch auf dem West-Highland Way fest. Obwohl ich noch nicht viel vom West-Highland-Way sah, gefiel mir dieser Trail von Anfang an so gut, dass ich ihn auf jeden Fall nochmal gehen wollte. Dann musste meine Vorbereitung für die Weitwanderung aber besser laufen. Sodass ich beim nächsten Mal &#8211; mit der richtigen Vorbereitung &#8211; die natürliche Schönheit des West-Highland Ways in vollen Zügen genießen kann.</p>



<p><a href="https://johanna-kruse.com/ein-traum-der-schottischen-highlands-teil-1-der-schottland-reihe/">Hier geht´s zum Teil 1 der Schottland-Reihe. </a></p>



<p><a href="https://johanna-kruse.com/auf-dem-west-highland-way-unterwegs/">Hier geht´s zum Teil 2 der Schottland-Reihe. </a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Routenplanung und Etappen</h2>



<p>Eine sorgfältige Routenplanung ist unersetzlich für eine erfolgreiche Vorbereitung für die Weitwanderung. Informiert euch im Voraus gründlich über die Strecke und auch das Klima bzw. das Wetter vor Ort. Wann macht es am meisten Sinn die Weitwanderung zu laufen? Teilt die Etappen realistisch nach körperlicher Fitness auf. Unterschätzt dabei nicht, dass das Terrain und der Ausbau der Wanderwege sehr unterschiedlich sein kann. Schaut nach Kartenmaterial oder Wanderführer um auch Sehenswürdigkeiten entlang des Trails mitzunehmen. </p>



<p>Beachtet bei der Routenplanung auch, wo es Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Manchmal macht es Sinn eine Etappe etwas länger oder kürzer zu gestalten, um bspw. Einen schönen Campingplatz oder eine günstige Unterkunft mitzunehmen. So hab ich z.B. einen Campingplatz direkt am Loch Lomond gewählt, musste dafür aber ein paar Kilometer weiter wandern bei der 2. Etappe. Das war der Kaffee am Morgen am See auf jeden Fall wert, auch wenn die letzten Kilometer sich echt gezogen haben! Generell sind die Etappen des West-Highland Ways aber sehr flexibel einteilbar. Ich hatte 8 Etappen geplant. Gängig sind zwölf, sieben oder fünf Etappen – je nach Fitness. &nbsp;&nbsp;</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ausrüstung </h2>



<p>Der Punkt, der bei mir wahrscheinlich für den Abbruch der Weitwanderung sorgte. Hätte ich mehr Gedanken an die Vorbereitung für die Weitwanderung verschwendet, wäre das vielleicht anders gewesen. Es macht Sinn in hochwertige und auf jeden Fall wetterfeste Ausrüstung zu investieren, die oft dann auch sehr lange hält, wenn man die Investition einmal getätigt hat. Für Schottland eignet sich generell warme und wasserfeste bzw. regendichte Ausrüstung. Wobei man mit allen verschiedenen Wetterlagen rechnen sollte. </p>



<p>Wasserdichte Wanderschuhe und atmungsaktive Kleidung versteht sich von selbst. Ein kleines Erste-Hilfe-Set ist ebenfalls Pflicht. Ein paar Dinge, die ich auch sonst immer Dabeihabe: Sonnenschutz (für Haut und Kopf) – ja auch in Schottland kann die Sonne mal rauskommen – , ein Taschenmesser. Bei Brillenträgern kann sich eine Cap bei Sonne und Regen als hilfreich erweisen, denn bei Regen wird die Brille nicht ganz so nass und man ist in der Lage, noch ein bisschen was zu sehen.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Pausen machen </h2>



<p>Auch ein Punkt, auf den ich mehr hätte achten können. Pausen schon in die zeitliche Planung mit einzubauen, macht durchaus Sinn. Und vergesst auch während der einzelnen Tagesetappen nicht, Pausen zu machen! Gerade bei schlechtem Wetter kann das sehr sinnvoll sein, um sich ins Trockene zu begeben oder danach einfach gestärkt weiterzugehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="686" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/06/monika-skret-hwyZxsv107I-unsplash-1024x686.jpg" alt="West-Highland Way, Leitfaden Weitwanderung, Wandern, Natur, Landschaft, Berge" class="wp-image-363"/><figcaption class="wp-element-caption">Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@mskret?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Monika Skręt</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/ein-tor-mitten-auf-einem-rasenfeld-hwyZxsv107I?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Körperliche Fitness und Training </h2>



<p>Die eigene körperliche Fitness sollte gut an den jeweiligen Trail angepasst sein. Bei Anfängern reicht vermutlich leichtes Training, je schwerer der Trail desto mehr sollte man sich mit dem Training auseinandersetzen. Auch da kann eine Recherche sinnvoll sein. Dennoch würd ich empfehlen, auf jeden Fall ein bisschen Zeit ins Training zu stecken. Auch das war ein Aspekt, den ich unterschätzt habe. Ich würde mich als „Normalfit“ bezeichnen. Auch wenn der Westhighland-Way anfängertauglich ist, hätte mir etwas Training in der Vorbereitung auf jeden Fall sehr gut getan! Mein Trugschluss war, dass ich als Läuferin genauso gut trainiert wäre fürs Wandern…</p>



<p>Im Training kann man eine Komnbi aus Cardio- und Krafttraining machen. Bei meinem nächsten Anlauf würde ich in der Vorbereitung ein paar Tage am Stück wandern, damit sich der Körper an die starke (Dauer-) Belastung gewöhnt und man die Weitwanderung wirklich genießen kann, ohne extrem mit seinen eigenen körperlichen Grenzen zu kämpfen.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Verpflegung </h2>



<p>Die Abgeschiedenheit des Wanderwegs, die Natur und die weitläufigen Landschaften des Westhighland Ways &#8211; weswegen dieser auch so geschätzt wird – geht jedoch auch mit begrenzten Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten einher. Das sollte unbedingt bedacht werden bei der Planung! Sodass es umso wichtiger wird, ausreichend Verpflegung einzuplanen bzw. einzupacken, oder sich vorher schon zu informieren, wo wann was gekauft werden kann. Es kann da auch sehr hilfreich sein, einen Puffer an Verpflegung einzuplanen, sodass man in jedem Fall etwas mehr Essen als nötig dabei hat. Am praktischten ist es natürlich, den Campingkocher direkt dabei zu haben – vorausgesetzt natürlich, man entscheidet sich fürs Campen. An den meisten Campingplätzen gibt es aber auch kleine Einkaufsmöglichkeiten, bei denen man Konserven oder einfach Energieriegel für den Notfall findet. Aber Vorsicht: manche Einrichtung haben während der Wintermonate geschlossen. Auch hier gilt: rechtzeitig informieren, damit man im schlimmsten Fall nicht vor einem geschlossenen Kiosk steht.</p>



<p>Was das Trinkwasser angeht, so findet man entlang des Wanderwegs immer wieder Stationen, an denen man den eigenen Vorrat auffüllen kann. Es gibt aber auch kleine Regale entlang der Etappen, wo nette Nachbarn für die Wanderer Essen und Trinken für eine kleine Spende anbieten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/06/daniel-j-schwarz-mountains-1024x683.jpg" alt="West-Highland Way, Leitfaden Weitwanderung, Wandern, Natur, Landschaft, Berge" class="wp-image-364"/><figcaption class="wp-element-caption">Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@danieljschwarz?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Daniel J. Schwarz</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/braune-und-grune-berge-am-fluss-unter-weissen-wolken-tagsuber-YFNSnKYdruk?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Übernachtungsmöglichkeiten </h2>



<p>Für die Übernachtungsmöglichkeiten – sei es Unterkünfte oder Campingplätze – empfiehlt es sich auf jeden Fall diese weit im Voraus zu buchen. Vor allem, wenn man den Westhighland Way während der Hauptsaison (März – Oktober) gehen möchte. Überleg dir, ob du lieber in Unterkünften übernachten möchtest, oder ob Campingplätze auch ausreichen. Bei einigen Unterkünften und Zeltplätzen kann es vorkommen, dass sie während der Wintermonate geschlossen haben. Eine Kombination aus beiden kann auch sinnvoll sein und die Weitwanderung angenehmer machen, wenn man alle paar Tage in einem richtigen Bett schläft und die Kleidung richtig gut durchtrocknen kann, statt in einem klammen Zelt zu übernachten und morgens in die noch feuchte Kleidung vom Vortag zu schlüpfen.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Naturschutz </h2>



<p>Ein Thema, welches mir natürlich auch besonders am Herzen liegt. Weitwanderwege sind eine wundervolle Möglichkeit, die Natur und weite Landschaften besonders und intensiv zu erleben. Damit die Landschaften ihre ursprünglichkeit, die wir so schätzen, nicht verlieren, heißt es: Leave no Trace. Nimm deinen Müll immer mit und entsorg ihn dort, wo es möglich ist (im Mülleimer – nicht in der freien Natur!), sodass der Ort so hinterlassen wird, wie er vorgefunden wurde.</p>



<p>Bleib außerdem auf den markierten Wegen und stört die Tiere so wenig wie möglich. Auch bei Pflanzen gilt: Bestaunen und anschauen reicht, mitnehmen und pflücken solltet ihr stets lassen! So umgeht ihr auch die Gefahr, falls es sich um giftige oder besonders geschützten Pflanzen handelt!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/06/spencer-eccles_jones-qygu7qc9DN8-unsplash-1024x683.jpg" alt="West-Highland Way, Leitfaden Weitwanderung, Wandern, Natur, Landschaft, Berge" class="wp-image-365"/><figcaption class="wp-element-caption">Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@spencerecclesjones?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Spencer Eccles_Jones</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/ein-grasbewachsenes-feld-mit-bergen-im-hintergrund-qygu7qc9DN8?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></figcaption></figure>



<p></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><cite>Der Weg ist das Ziel.  (Konfuzius)</cite></blockquote>



<p></p>



<p></p>



<p>Mit diesen 7 Dingen sollte dem Erlebnis der Weitwanderung nichts mehr im Weg stehen! Den wichtigsten Punkt nicht zu vergessen: Wenn ihr dann endlich vor Ort seid, vergesst nicht die Zeit, die Wanderung und die Natur auch zu genießen. Seid Flexibel, wenn man nicht alles nach Plan läuft. So ergeben sich manchmal ganz neue Möglichkeiten und Begegnungen und machen das ganze Abenteuer der Weitwanderung doch aus. &nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/vorbereitung-fuer-eine-weitwanderung-teil-3-der-schottland-reihe/">Vorbereitung für eine Weitwanderung: Teil 3 der Schottland-Reihe</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://johanna-kruse.com/vorbereitung-fuer-eine-weitwanderung-teil-3-der-schottland-reihe/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf dem West-Highland Way unterwegs &#8211; Teil 2 der Schottland-Reihe</title>
		<link>https://johanna-kruse.com/auf-dem-west-highland-way-unterwegs/</link>
					<comments>https://johanna-kruse.com/auf-dem-west-highland-way-unterwegs/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jun 2024 10:46:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Conic Hill]]></category>
		<category><![CDATA[Loch Lomond]]></category>
		<category><![CDATA[West-Highland Way]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://johanna-kruse.com/?p=338</guid>

					<description><![CDATA[<p>Meine Vorbereitungen für den West-Highland Way waren alle getroffen, Vorfreude und auch ein paar Ängste und Zweifel kamen auf. Aber das ist bei sowas normal, dachte ich mir. Und eine Erfahrung heraus aus der Komfortzone würde es eh werden, gerade [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/auf-dem-west-highland-way-unterwegs/">Auf dem West-Highland Way unterwegs &#8211; Teil 2 der Schottland-Reihe</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Meine Vorbereitungen für den West-Highland Way waren alle getroffen, Vorfreude und auch ein paar Ängste und Zweifel kamen auf. Aber das ist bei sowas normal, dachte ich mir. Und eine Erfahrung heraus aus der Komfortzone würde es eh werden, gerade was das Camping angeht. Also los ging es.</p>



<p><a href="https://johanna-kruse.com/ein-traum-der-schottischen-highlands-teil-1-der-schottland-reihe/">Hier geht es zum 1. Teil der Schottland-Reihe.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">West-Highland Way &#8211; die 1. Etappe: Milgnavie &#8211; Drymen</h2>



<p>Auch wenn Milgnavie von Glasgow aus sehr gut mit der Bahn erreichen kann, entschied ich mich wegen meines Gepäcks für ein Taxi. Ich hatte ja Zelt, Schlafsack, Isomatte, Reisetasche und Tagesrucksack dabei. Das alles wurde per Gepäcktransport von Etappe zu Etappe transportiert.</p>



<p>Am Bahnhof von Milgnavie wurde das Gepäck abgegeben und es ging los zum Startpunkt des West-Highland Ways. Der Wanderweg führte mich an einem Bachlauf entlang durch Stadtwald. Schon hier war ich von den Farben sehr begeistert. Der Wald war erfüllt von einem unglaublich sattem grün, dass ich das Gefühl hatte, ich befinde mich im Urwald. Von der Vegetation her stimmte das natürlich nicht und auch die Menschen um mich herum holte mich in die Realität zurück. Dennoch genoss ich diese satten Farben, die Gerüche nach Erde und Naturgeräusche. Nach dem Trubel in der Stadt eine wahre Wohltat. Aus dem Wald heraus ging es in eine offene Landschaft und der Dauerregen setzte ein. Rechts von mir befand sich dichter Wald, links von mir offene Heidelandschaft, in der vereinzelt Ginsterbüsche blühten. Sonnengelbe Farbspritzer. Mit Steigung hatten wir am ersten Tag kaum zu kämpfen, abwarten wir das sich in den nächsten Tagen entwickeln würde. Das Terrain war auch anfängerfreundlich, Trittsicherheit war dennoch unabdingbar.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7007-768x1024.jpg" alt="Bachlauf entlang des West-Highland Ways, sattes grün in den Wäldern " class="wp-image-343"/></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Heidelandschaften, Wälder, Schafweiden und Dauerregen.</h3>



<p>Immer wieder führte mich der Weg über oder an Schafweiden vorbei. An den musste ich anhalten, um die kleinen Lämmer zu beobachten. Nach der 5. Schafweide hatte ich auch daran langsam gewöhnt, freute mich aber immer noch darüber. Zwischendurch kam ich an einer Whiskey-Distillerie vorbei, an der einige Wanderer einkehrten, bzw. eine Besichtigung buchten.</p>



<p>Nach zwei Stunden kümmerte mich auch der Dauerregen nicht mehr. Langsam musste ich eine Pause einlegen und suchte einen kleinen Unterschlupf, der einigermaßen regenfrei war. Wie sich später herausstellte, legte ich die Pause viel zu spät ein, da ich kurz später schon in meiner ersten Unterkunft ankam. Ich hatte auf einem Campingplatz eine kleine Unterkunft gebucht, die aussah wie ein Weinfass. Ein richtig kleines Tiny House. Mein Gepäck war bereits an der Unterkunft. Gemütlich war dort Platz für zwei Personen. Der Dauerregen hatte aufgehört und ich zog endlich meine Wanderschuhe aus. Freiheit für die Füße. Nach einer Wanderung gibt es doch kein besseres Gefühl. &nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">West-Highland Way &#8211; die 2. Etappe: Drymen &#8211; Loch Lomond</h2>



<p>Am nächsten Morgen wurden ich wach von den ersten Wanderern, die ihre Zelte bereits abbrachen und sich auf den Weg machten. Als ich aufstand, wurde mir bereits bewusst, dass ich vielleicht etwas besser für die Wanderung hätte trainieren sollen. Meine Beine und Füße taten immer noch weh und morgen würde es mit dem Muskelkater bestimmt so richtig schlimm werden. Aber auch ich beschloss, meine Sachen wieder einzupacken und für den Gepäckservice abzugeben. Heute würde es wenig Wald und viel Heide- und Graslandschaften zu sehen geben. Das Wetter belohnte uns heute mit viel Sonnenschein.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7013-1024x768.jpg" alt="Flechten entlang des West-Highland Ways " class="wp-image-347"/></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Über den Conic Hill zum Loch Lomond</h3>



<p>Die zweite Etappe führt über den Conic Hill. Es besteht auch die Möglichkeit, diesen auszulassen und einen Abzweig zu nehmen, der an einer Landstraße zum Loch Lomond führt. Ich wollte mir den Conic Hill jedoch nicht nehmen lassen und Landstraße hörte sich für mich auch nicht wirklich verlockend an. Rückblickend hätte ich vielleicht meide von Muskelkater geprägten Beine in diese Überlegung mit hineinziehen sollen. Schon als ich auf den Conic Hill zulief fragte ich mich schon, wie ich da raufkommen sollte. Er lag direkt vor mir. Der Anstieg zum Conic Hill war zwar schön, aber auch sehr brutal. Ich war gut ausgebaute Wanderwege, mit einigermaßen Trittsicherem Terrain gewöhnt. Das war hier etwas anders. Der Weg zum Berg hinauf war recht gerade, ohne große Serpentinen und mit etwas, was man wohl Treppenstufen nennen könnte. Nur das diese ungefähr doppelt so hoch waren, wie normale Stufen, die ich kannte. Und die Steine, die diese Stufen formten waren sehr grob, sodass man permanent nach untern schauen und sich ziemlich konzentrieren musste, damit man sich keinen Fehltritt leistete. Der Anstieg war sehr steil. Aber ich wusste, dass ich vermutlich mit einer recht guten Aussicht belohnt wurde. Auch an dem Tag habe ich es mit den Pausen eher sporadisch gehalten, und dachte mir eine schöne Pause auf dem Gipfel würde ausreichen. &nbsp;Als ich also mit dem Aufstieg begann, merkte ich meinen Muskelkater in den Oberschenkeln bei jedem. Einzelnen. Schritt. Irgendwann kam ich an. Und die Aussicht war doch ziemlich phänomenal. Man konnte sehr gut über den Loch Lomond blicken und sah die Highlands am Horizont. Unglaublich beeindruckend. Genau dafür war ich losgegangen. Nun war ich oben. Aber irgendwie musste ich auch noch runterkommen. Der Abstieg war fast genauso schlimm wie der Aufstieg. Unten angekommen machte ich erstmal eine lange, ausgiebige Pause.</p>



<h3 class="wp-block-heading">An der Küste des Loch Lomonds entlang</h3>



<p>Danach wurde der West-Highland Weg nur noch schöner und schöner. weil er an der Küste des Lochs entlangführte. Die ganze Zeit mit dem Blick auf die Berge auf der anderen Seite des Sees. Absolut traumhaft. Immer wieder ging der Weg vom Strand in den Wald, der direkt dahinter lag. Dort war es wieder so schön saftig grün, der Waldboden mit Moos bedeckt und hier und da konnte man schon Frühlingsblumen ausmachen, die auf moosbewachsenen Baumstämmen wuchsen oder zwischen Gräsern emporragten. Nach einer Weile durch diesen Küstenstreifen kam ich am Zeltplatz an. Diesmal wollte ich auch wirklich Zelten. Es war etwas schwierig, einen ebenen Untergrund für das Zelt zu finden. Aber ich war auch sehr erledigt von der Etappe heute. Also wurde das Zelt einfach irgendwie aufgebaut, Hauptsache es ging schnell. Als Dinner musste heute die 5-Minuten-Terrine aus dem Campingplatz-Shop reichen. Allmählich verließen wir die Zivilisation und auch die Möglichkeiten, etwas fürs Dinner einzukaufen wurden weniger. Hätte ich mal einen Campingkocher mitgenommen… Dann legte ich mich auch schon schlafen, zu mehr war ich nach der doch echt anstrengenden Etappe einfach nicht mehr in der Lage. Und im Zelt wurde es allmählich auch echt kalt… Ich machte mir noch eine Wärmflasche und wollte einfach nur schlafen. Doch ich fror unheimlich. Schlafsack und Isomatte boten doch wohl nicht die gewünschte Isolation. Auch wenn es tagsüber in der Sonne schön warm war, waren die Nächte doch noch echt eisig. Die Nacht war schrecklich. Ich war erschöpft, aber konnte einfach nicht schlafen, weil es so kalt war.&nbsp; Irgendwann in den Morgenstunden wachte ich aus meinem Halbschlaf auf und überlegte, wie es weiterging.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="345" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7059-1-1024x768.jpg" alt="Loch Lomond, im Hintergrund die Highlands " class="wp-image-345"/></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="346" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7079-768x1024.jpg" alt="West-Highland Way Zeichen, Küste Loch Lomond " class="wp-image-346"/></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading">West-Highland Way: Abbruch</h2>



<p>Die letzten beiden Tage waren so vielversprechend, dass ich es unbedingt weiter schaffen wollte. Aber mit dieser Erschöpfung weiter zu laufen machte einfach keinen Sinn. Zumal die nächsten Unterkünfte wieder Zeltplätze waren und davon auszugehen war, dass ich ähnlich gut schlafen würde wie die letzte Nacht. Meine Klamotten waren klamm, das mit dem Zeltaufbauen hatte nicht richtig gut geklappt. Mein Schlafsack und Isomatte waren einfach zu dünn. Auch mit Wärmflasche und drei Lagen Kleidung war mir einfach nicht warm genug gewesen in der Nacht.</p>



<p>Das vernünftigste, auf das ich mich einlassen konnte war tatsächlich, die Weitwanderung auf dem West-Highland Way abzubrechen. Ich konnte es nicht glauben und es brach mir das Herz, weil ich mich so sehr darauf gefreut hatte und die zerklüftete Landschaft noch gar nicht richtig angefangen hatte und genau dafür war ich doch hier.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufgeschoben heißt nicht aufgehoben. </h3>



<p>Noch bevor mein Entschluss feststand, war mir klar, dass es auf jeden fall ein „nächstes Mal“ geben würde. Ich wollte es unbedingt mal bis nach Fort William schaffen, wenn auch nicht dieses Mal.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gute Vorbereitung ist die halbe Miete bei einer Weitwanderung</h3>



<p>Mir mangelte es an Übung und Campingerfahrung und auch an Vorbereitung. Klein anfangen und dann die Weitwanderung besser vorbereitet und geübt nochmal versuchen. Mit dem Taxi ging es dann wieder Richtung Glasgow.  Innerhalb von 45 Minuten war ich dann wieder in der Stadt, wo ich doch 2 Tage gebraucht hatte, diese Strecke zu Fuß zurück zu legen&#8230;</p>



<p>So kam es, dass ich 5 Tage eher als gedacht wieder in den Flieger Richtung Heimat stieg. Und trotzdem war der Urlaub für mich mit unglaublich wertvollen Erfahrung gespickt. Diese Landschaft hat mich so fasziniert, dass ich es unbedingt wieder versuchen möchte und dann werde ich es auch bis zum Ende schaffen.</p>



<p></p>



<p><a href="https://johanna-kruse.com/vorbereitung-fuer-eine-weitwanderung-teil-3-der-schottland-reihe/">Hier geht&#8217;s zum 3. Teil der Schottland-Reihe</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/auf-dem-west-highland-way-unterwegs/">Auf dem West-Highland Way unterwegs &#8211; Teil 2 der Schottland-Reihe</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://johanna-kruse.com/auf-dem-west-highland-way-unterwegs/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Traum der schottischen Highlands &#8211; Teil 1 der Schottland-Reihe</title>
		<link>https://johanna-kruse.com/ein-traum-der-schottischen-highlands-teil-1-der-schottland-reihe/</link>
					<comments>https://johanna-kruse.com/ein-traum-der-schottischen-highlands-teil-1-der-schottland-reihe/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2024 13:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Schottische Highlands]]></category>
		<category><![CDATA[Schottland]]></category>
		<category><![CDATA[West-Highland Way]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://johanna-kruse.com/?p=321</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Nebel hängt über der kargen Heidelandschaft. Die Ginsterbüsche leuchten Sonnengelb, wobei die Wolkendecke keinen Sonnenstrahl durchlässt. Auf der Weide stehen weiße und schwarze Schafe mit kleinen Lämmern, die sich austoben und sich gegenseitig anmeckern. Der Blick schweift in die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/ein-traum-der-schottischen-highlands-teil-1-der-schottland-reihe/">Ein Traum der schottischen Highlands &#8211; Teil 1 der Schottland-Reihe</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Nebel hängt über der kargen Heidelandschaft. Die Ginsterbüsche leuchten Sonnengelb, wobei die Wolkendecke keinen Sonnenstrahl durchlässt. Auf der Weide stehen weiße und schwarze Schafe mit kleinen Lämmern, die sich austoben und sich gegenseitig anmeckern. Der Blick schweift in die Ferne, wo der Nebel noch in den Nadelbäumen hängt. Die Sicht ist geprägt von sattem Grün. In der Landschaft wechseln sich Heide und Moore mit Nadelwäldern und Weideflächen mit Schafen und Hochlandrindern ab.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stimmungsvolle Landschaften</h3>



<p>Vor nebelverhangenen Hügel kann man eine Distillerie mit Hof ausmachen. Der Regen hinterlässt die Wäldern mit einem lebendigem Grün. Der Waldboden und einzelne Baumstümpfe sind mit Moos bedeckt. Irgendwie sieht es gemütlich aus und wirkt einladend. Die Frühlingssonne kitzelt hier und da die ersten Blüten hervor.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="769" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/05/P1050441-1024x769.jpg" alt="Landschaft in den schottischen Highlands bei Loch Lomond" class="wp-image-327"/></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Eine Weitwanderung in den schottischen Highlands</h3>



<p>Schon lange träumte ich von genau so einem Bild, in den schottischen Highlands endlich Wandern. Diese Stimmung der nebligen und kargen Landschaft, die ich nur von Bildern und Fotos kannte, wollte ich unbedingt selbst erfahren. Diese Weite, die verschiedenen Grüntöne, die Schafe, die raue Natur, die Ruhe, ja auch der Dauerregen und die Anstrengung der Wanderung.,</p>



<p>So begann ich damit, meine erste Weitwanderung zu organisieren. Es dauerte nicht lange, da kam ich auf den West Highland Way. Landschaftlich genau das, was ich mir vorstellte. Die Streckenabschnitte konnte man sich selbst variabel einteilen – je nach Kondition und Unterkunft.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der West-Highland Way: direkt durch die Highlands</h3>



<p>Der WHW führt von Milgnavie (bei Glasgow) nördlich bis nach Fort William. Vorbei an dem größten See Schottlands, dem Loch Lomond. Je nach Schwierigkeitsgrad kann man das in 7-12 Etappen laufen. Die Etappenziele sind unter anderem: Drymen, Balmaha, Rowardennan, Inversnaid, Inverarnan, Crainlarich, Tyndrum, Bridge of Orchy, Inveroran, Kingshouse und Kinlochleven.</p>



<p>Da der West Highland Way (WHW) ein ziemlich bekannter und touristischer Wanderweg, ist er wirklich gut ausgebaut und beschildert. So hieß es in den Infos, die ich mir in den nächsten Wochen zusammensuchte. Einige, wenige Unterkünfte bzw. Hotels und viele Zelt- und Campingplätze auf dem Weg. Der Vorteil bei einer so gut erschlossenen Route war, dass es einen Gepäckservice gab. Sodass die Gepäckstücke, vor allem Zelt, Isomatte, Schlafsack an die Unterkünfte und Zeltplätze direkt transportiert werden und man das Gepäck nicht selbst tragen muss. Daher eignet sich diese Weitwanderung auch besonders gut für Anfänger. Der Nachteil ist natürlich, dass man auf dem Weg recht vielen Menschen begegnet oder Etappen immer wieder mit den gleichen Menschen geht. Wenn man also die Isolation in der Wildnis sucht, ist dieser Weg wahrscheinlich eher weniger geeignet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/05/Foto-01.05.23-10-57-29-768x1024.jpg" alt="karge Landschaft in den Highlands" class="wp-image-328"/></figure>



<p>Den Zeitpunkt der Wanderung sollte man sich gut überlegen, ab Mai beginnt die Midges-Season. Midges sind fiese Sandfliegen, die einen im Sommer nicht mehr in Ruhe lassen. Daher entschied ich mich für Ende April/Anfang Mai. Ich hatte Glück, die Midges waren noch nicht unterwegs, aber das Wetter konnte auch noch sehr wechselhaft sein. Es würde also doch eine Überraschungstüte werden. Ansonsten wäre es ja auch langweilig, oder nicht?</p>



<p></p>



<p><a href="https://johanna-kruse.com/auf-dem-west-highland-way-unterwegs/">Hier geht´s zu Teil 2.</a></p>



<p><a href="https://johanna-kruse.com/vorbereitung-fuer-eine-weitwanderung-teil-3-der-schottland-reihe/">Hier geht&#8217;s zum 3. Teil der Schottland-Reihe</a></p>



<p></p>



<p></p>



<p></p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@reubenteo?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Reuben Teo</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/fotografie-von-hugeln-aus-der-vogelperspektive-fUZWpaUknyI?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/ein-traum-der-schottischen-highlands-teil-1-der-schottland-reihe/">Ein Traum der schottischen Highlands &#8211; Teil 1 der Schottland-Reihe</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://johanna-kruse.com/ein-traum-der-schottischen-highlands-teil-1-der-schottland-reihe/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sonne auf der Haut</title>
		<link>https://johanna-kruse.com/sonne-auf-der-haut/</link>
					<comments>https://johanna-kruse.com/sonne-auf-der-haut/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 May 2024 11:23:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Sommergefühl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://johanna-kruse.com/?p=315</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mein Haar sonnengetrocknet Hängt strähnig über die Schultern Die Wärme auf der Haut Sehnsüchtig erwartet Die letzten Wochen nur Wolkenverhangen Ohne Leichtigkeit im Herzen Der Geruch von frisch gemähtem Gras Lässt die Seele aufatmen. Die bunten Blumen im Garten Der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/sonne-auf-der-haut/">Sonne auf der Haut</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Mein Haar sonnengetrocknet</p>



<p>Hängt strähnig über die Schultern</p>



<p>Die Wärme auf der Haut</p>



<p>Sehnsüchtig erwartet</p>



<p>Die letzten Wochen nur Wolkenverhangen</p>



<p>Ohne Leichtigkeit im Herzen</p>



<p>Der Geruch von frisch gemähtem Gras</p>



<p>Lässt die Seele aufatmen.</p>



<p>Die bunten Blumen im Garten</p>



<p>Der Geruch von Erde,</p>



<p>Erde die durch die Hände rieselt</p>



<p>Lässt mich ankommen</p>



<p>Leichte Schweißperlen rinnen den Rücken herunter</p>



<p>Die Sommerhose flattert im Wind um meine Beine</p>



<p>Vogelgezwitscher im Ohr</p>



<p>Das Thermometer springt auf 25</p>



<p>Sommersprossen wachsen auf der Haut</p>



<p>Sommerhits vom letzten Jahr im Ohr</p>



<p>Sehnsucht nach Tagen am See</p>



<p>Leichtigkeit im Herzen</p>



<p>Hoffnung auf den Sommer</p>



<p>Sonnenstrahlen auf der Haut</p>



<p>Lassen mich aufblühen</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/05/filip-baotic-bluete-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-319" style="width:683px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@filipbaotic?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Filip Baotić</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/weisse-bluten-unter-blauem-himmel-tagsuber-APNbuv8mje4?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></figcaption></figure>



<p></p>



<p></p>



<p></p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@dmey503?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Dan Meyers</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/lilablattrige-blume-9FrtwO5i3Gc?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/sonne-auf-der-haut/">Sonne auf der Haut</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://johanna-kruse.com/sonne-auf-der-haut/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fichtenmonokulturen im Sauer- und Siegerland</title>
		<link>https://johanna-kruse.com/fichtenmonokulturen-im-sauer-und-siegerland/</link>
					<comments>https://johanna-kruse.com/fichtenmonokulturen-im-sauer-und-siegerland/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2022 14:52:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://johanna-kruse.com/?p=148</guid>

					<description><![CDATA[<p>Letztes Wochenende war ich im Sauerland wandern. Das Ausmaß des Waldsterbens wurde dort nochmal so richtig deutlich. Durch mein Studium sind mir dort einige Hintergründe bewusst und ich konnte meiner Familie die Ursachen erklären. Das gleiche möchte ich nun hier [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/fichtenmonokulturen-im-sauer-und-siegerland/">Fichtenmonokulturen im Sauer- und Siegerland</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Letztes Wochenende war ich im Sauerland wandern. Das Ausmaß des Waldsterbens wurde dort nochmal so richtig deutlich. Durch mein Studium sind mir dort einige Hintergründe bewusst und ich konnte meiner Familie die Ursachen erklären. Das gleiche möchte ich nun hier machen, da als Grund für das Waldsterben, welches in NRW im Sauer- und Siegerland besonders deutlich wird, oft nur der Klimawandel genannt wird. Aber was bedeutet das genau?</p>



<p>Das Waldsterben, die kahlen Flächen, die vor allem bei Wanderungen besonders deutlich werden, betrifft in dem Ausmaß die großen Flächenmonokulturen der Fichten. Dabei ist es wie bei uns Menschen, wenn zu viele Stressfaktoren aufeinandertreffen, dann geht es uns auch nicht gut und wir kippen um – salopp gesagt. Bei den Fichten führen Stressfaktoren wie trockene Sommer, nicht ausreichend hoher Grundwasserspiegel im Boden, Schädlinge, zunehmende Stürme und starke Winde zum Absterben der Bäume. Außerdem sind große monotone Anpflanzungen – Monokulturen – durch ihre fehlende Vielfalt nur gering widerstandsfähig.</p>



<p>Aufgrund des Klimawandels haben in den letzten Jahren Extremwetterereignisse stark zugenommen. Das sind Ereignisse wie sehr trockene Sommer, aber dann auch wieder Starkregen und Stürme. Wenn der Bodenwasservorrat durch die Dürreperioden im Sommer aber auch zu wenig Regen im Winter nicht aufgefüllt werden kann, sinkt dieser immer weiter ab und das überlebenswichtige Wasser für die Bäume wird unerreichbar. Da kommt dann noch hinzu, dass Fichten Flachwurzler sind, d.h. ihre Wurzeln reichen nur bis in die obersten Bodenschichten. Sie wurzeln also nicht so tief, dass sie den Bodenwasservorrat erreichen können und sind auf Regenfälle angewiesen – also nicht wirklich Dürreresistent.</p>



<p>Außerdem haben die Fichten seit einigen Jahren nun schon mit Schädlingen zu tun – den Borkenkäfern. Diese bohren sich unter die Rinde der Bäume und zwacken sich etwas von den Pflanzensäften ab. Dies bedeutet ein weiterer starker Stressfaktor sind für die Nadelbäume. Da die Winter in Deutschland auch immer wärmer werden, sterben die Eier/Larven der Borkenkäfer über den Winter nicht mehr ab und können sich ungehindert über das Jahr vermehren, sodass sie auch immer mehr Fichten befallen können. Ein Kreislauf der sich immer weiter fortsetzt.</p>



<p>Und nun kommt es in Frühjahr und Sommer immer wieder zu starken Winden und Stürmen. Da diese Nadelbäume, wie oben genannt Flachwurzler sind kommt es nun sehr einfach zu Windwurf, d.h. die Bäume knicken um, oder werden komplett entwurzelt, weil sie sowieso schon unter so einem starken Stress stehen.</p>



<p>Diese viele verschiedenen Faktoren führen also dazu, dass es immer mehr Kahlschläge, Lichtungen und braune Waldabschnitte gibt, die teilweise auch schon von der Autobahn zu sehen, oder eben als Wanderer zu beobachten sind.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2022/09/signal-2022-06-21-104202_023-1024x577.jpeg" alt="" class="wp-image-150"/></figure>



<p>Aber warum eigentlich gibt es denn dann Fichten bei uns, wenn sie mit so vielen Stressfaktoren zu tun haben?</p>



<p>Dieses Problem liegt recht weit zurück in der Vergangenheit.</p>



<p>Nachdem große Teile des ursprünglichen Waldes in Deutschland vernichtet wurden, wollte man wieder aufforsten. Die Forstwirtschaft entschied sich, dies mit Fichten statt Laubbäumen zu tun. Dies hatte für die Forstwirtschaft zwei entscheidende Vorteile. Zum einen sind Fichten sehr schnell wachsende Bäume und zum anderen produzieren sie sehr gerades – und somit einfach zu verarbeitendes – Holz.</p>



<p>Die kahlen Landstriche, die durch das Waldsterben entstehen sind also nicht nur eine Folge des Klimawandels, sondern eine Kombination von Klimawandel und damit verbunden vielen Stressfaktoren und kurzfristig gedachter Forstwirtschaft.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/fichtenmonokulturen-im-sauer-und-siegerland/">Fichtenmonokulturen im Sauer- und Siegerland</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://johanna-kruse.com/fichtenmonokulturen-im-sauer-und-siegerland/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein kleiner Augenblick im Wald</title>
		<link>https://johanna-kruse.com/ein-kleiner-augenblick-im-wald/</link>
					<comments>https://johanna-kruse.com/ein-kleiner-augenblick-im-wald/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2022 16:41:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://johanna-kruse.com/?p=144</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich saß mitten im Wald auf einem Baumstamm. Die Stille war sehr wohltuend und ein willkommener Ausgleich zum Lärm der Stadt. Nicht, dass ich das Stadtleben nicht mochte. Doch mir fehlte die Ruhe und der Ausgleich, die Stille der Natur, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/ein-kleiner-augenblick-im-wald/">Ein kleiner Augenblick im Wald</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Ich saß mitten im Wald auf einem Baumstamm. Die Stille war sehr wohltuend und ein willkommener Ausgleich zum Lärm der Stadt. Nicht, dass ich das Stadtleben nicht mochte. Doch mir fehlte die Ruhe und der Ausgleich, die Stille der Natur, um wieder zu sich selbst zu finden, um die Verbindung zu sich nicht zu verlieren. So brauchte wochenends immer mindestens einen Ausflug in die Natur, um meine Batterien wieder aufzuladen.</p>



<p>Ich konzentrierte mich ganz auf die Geräusche im Forst. Verschiedene Vögel spielten mir ein Konzert. Der leichte Wind spielte mit dem Blätterdach, ich konnte es rauschen hören. Fast hörte es sich schon an wie das Rauschen des Meeres. Aber ich war froh, nun hier an Ort und Stelle zu sein und wünschte mich nicht woanders hin. Ich konnte einen Specht und einen Kuckuck hören. Irgendwo raschelte es im Laub. Kurz bekam ich Angst. Vielleicht war es ein Wildschwein oder ein Reh? Aber wahrscheinlich nur ein Hamster oder ein kleiner Wühler.&nbsp; Ein paar Insekten schwirrten um mich herum. Ausnahmsweise scheuchte ich sie mal nicht weg, wie ich es sonst in der Stadt immer tat. Dort waren sie in dem geschäftigen Alltag meist nur lästig. Nun ließ ich sie gewähren. Um ehrlich zu sein, genoss ich das Gesumme sogar. Es waren ein paar Fliegen, Bienen und Hummeln. Letztere hatten es mir besonders angetan. Ich fand sie nur knuffig, wie sie ganz harmlos einfach immer wieder mich anflogen. Dass sich diese wundersamen Geschöpfe mit ihrem flauschig-aussehenden Körper und im Vergleich kleinen Flügeln überhaupt in der Luft halten konnten war mir ein Rätsel. Ich fragte mich, ob sich der Körper wirklich so flauschig anfühlte, wie er aussah.</p>



<p>Mein Blick glitt wieder in die Ferne. Die verschiedenen Grüntöne waren eine Wohltat für meine Auge und willkommene Abwechslung zu der täglichen Bildschirmarbeit. Hier bekam das Wort „Waldbaden“ seine wirkliche Bedeutung und ich verstand und fühlte es zum ersten Mal so richtig. Ich fühlte mich geborgen, umarmt von den erdigen, harzigen, frischen Gerüchen. Die Geräusche waren wie Musik in meinen Ohren. Ich war präsent und atmete ganz tief ein und wieder aus. Es war wie nach Hause kommen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/ein-kleiner-augenblick-im-wald/">Ein kleiner Augenblick im Wald</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://johanna-kruse.com/ein-kleiner-augenblick-im-wald/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
