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	<title>West-Highland Way Archive - Johanna Kruse</title>
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	<title>West-Highland Way Archive - Johanna Kruse</title>
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		<title>Vorbereitung für eine Weitwanderung: Teil 3 der Schottland-Reihe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jun 2024 14:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/vorbereitung-fuer-eine-weitwanderung-teil-3-der-schottland-reihe/">Vorbereitung für eine Weitwanderung: Teil 3 der Schottland-Reihe</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
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<p></p>



<p>Dass gute Vorbereitung ist die halbe Miete bei einer Weitwanderung ist stellte ich bereits bei meinem ersten Versuch auf dem West-Highland Way fest. Obwohl ich noch nicht viel vom West-Highland-Way sah, gefiel mir dieser Trail von Anfang an so gut, dass ich ihn auf jeden Fall nochmal gehen wollte. Dann musste meine Vorbereitung für die Weitwanderung aber besser laufen. Sodass ich beim nächsten Mal &#8211; mit der richtigen Vorbereitung &#8211; die natürliche Schönheit des West-Highland Ways in vollen Zügen genießen kann.</p>



<p><a href="https://johanna-kruse.com/ein-traum-der-schottischen-highlands-teil-1-der-schottland-reihe/">Hier geht´s zum Teil 1 der Schottland-Reihe. </a></p>



<p><a href="https://johanna-kruse.com/auf-dem-west-highland-way-unterwegs/">Hier geht´s zum Teil 2 der Schottland-Reihe. </a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Routenplanung und Etappen</h2>



<p>Eine sorgfältige Routenplanung ist unersetzlich für eine erfolgreiche Vorbereitung für die Weitwanderung. Informiert euch im Voraus gründlich über die Strecke und auch das Klima bzw. das Wetter vor Ort. Wann macht es am meisten Sinn die Weitwanderung zu laufen? Teilt die Etappen realistisch nach körperlicher Fitness auf. Unterschätzt dabei nicht, dass das Terrain und der Ausbau der Wanderwege sehr unterschiedlich sein kann. Schaut nach Kartenmaterial oder Wanderführer um auch Sehenswürdigkeiten entlang des Trails mitzunehmen. </p>



<p>Beachtet bei der Routenplanung auch, wo es Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Manchmal macht es Sinn eine Etappe etwas länger oder kürzer zu gestalten, um bspw. Einen schönen Campingplatz oder eine günstige Unterkunft mitzunehmen. So hab ich z.B. einen Campingplatz direkt am Loch Lomond gewählt, musste dafür aber ein paar Kilometer weiter wandern bei der 2. Etappe. Das war der Kaffee am Morgen am See auf jeden Fall wert, auch wenn die letzten Kilometer sich echt gezogen haben! Generell sind die Etappen des West-Highland Ways aber sehr flexibel einteilbar. Ich hatte 8 Etappen geplant. Gängig sind zwölf, sieben oder fünf Etappen – je nach Fitness. &nbsp;&nbsp;</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ausrüstung </h2>



<p>Der Punkt, der bei mir wahrscheinlich für den Abbruch der Weitwanderung sorgte. Hätte ich mehr Gedanken an die Vorbereitung für die Weitwanderung verschwendet, wäre das vielleicht anders gewesen. Es macht Sinn in hochwertige und auf jeden Fall wetterfeste Ausrüstung zu investieren, die oft dann auch sehr lange hält, wenn man die Investition einmal getätigt hat. Für Schottland eignet sich generell warme und wasserfeste bzw. regendichte Ausrüstung. Wobei man mit allen verschiedenen Wetterlagen rechnen sollte. </p>



<p>Wasserdichte Wanderschuhe und atmungsaktive Kleidung versteht sich von selbst. Ein kleines Erste-Hilfe-Set ist ebenfalls Pflicht. Ein paar Dinge, die ich auch sonst immer Dabeihabe: Sonnenschutz (für Haut und Kopf) – ja auch in Schottland kann die Sonne mal rauskommen – , ein Taschenmesser. Bei Brillenträgern kann sich eine Cap bei Sonne und Regen als hilfreich erweisen, denn bei Regen wird die Brille nicht ganz so nass und man ist in der Lage, noch ein bisschen was zu sehen.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Pausen machen </h2>



<p>Auch ein Punkt, auf den ich mehr hätte achten können. Pausen schon in die zeitliche Planung mit einzubauen, macht durchaus Sinn. Und vergesst auch während der einzelnen Tagesetappen nicht, Pausen zu machen! Gerade bei schlechtem Wetter kann das sehr sinnvoll sein, um sich ins Trockene zu begeben oder danach einfach gestärkt weiterzugehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="686" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/06/monika-skret-hwyZxsv107I-unsplash-1024x686.jpg" alt="West-Highland Way, Leitfaden Weitwanderung, Wandern, Natur, Landschaft, Berge" class="wp-image-363"/><figcaption class="wp-element-caption">Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@mskret?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Monika Skręt</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/ein-tor-mitten-auf-einem-rasenfeld-hwyZxsv107I?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Körperliche Fitness und Training </h2>



<p>Die eigene körperliche Fitness sollte gut an den jeweiligen Trail angepasst sein. Bei Anfängern reicht vermutlich leichtes Training, je schwerer der Trail desto mehr sollte man sich mit dem Training auseinandersetzen. Auch da kann eine Recherche sinnvoll sein. Dennoch würd ich empfehlen, auf jeden Fall ein bisschen Zeit ins Training zu stecken. Auch das war ein Aspekt, den ich unterschätzt habe. Ich würde mich als „Normalfit“ bezeichnen. Auch wenn der Westhighland-Way anfängertauglich ist, hätte mir etwas Training in der Vorbereitung auf jeden Fall sehr gut getan! Mein Trugschluss war, dass ich als Läuferin genauso gut trainiert wäre fürs Wandern…</p>



<p>Im Training kann man eine Komnbi aus Cardio- und Krafttraining machen. Bei meinem nächsten Anlauf würde ich in der Vorbereitung ein paar Tage am Stück wandern, damit sich der Körper an die starke (Dauer-) Belastung gewöhnt und man die Weitwanderung wirklich genießen kann, ohne extrem mit seinen eigenen körperlichen Grenzen zu kämpfen.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Verpflegung </h2>



<p>Die Abgeschiedenheit des Wanderwegs, die Natur und die weitläufigen Landschaften des Westhighland Ways &#8211; weswegen dieser auch so geschätzt wird – geht jedoch auch mit begrenzten Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten einher. Das sollte unbedingt bedacht werden bei der Planung! Sodass es umso wichtiger wird, ausreichend Verpflegung einzuplanen bzw. einzupacken, oder sich vorher schon zu informieren, wo wann was gekauft werden kann. Es kann da auch sehr hilfreich sein, einen Puffer an Verpflegung einzuplanen, sodass man in jedem Fall etwas mehr Essen als nötig dabei hat. Am praktischten ist es natürlich, den Campingkocher direkt dabei zu haben – vorausgesetzt natürlich, man entscheidet sich fürs Campen. An den meisten Campingplätzen gibt es aber auch kleine Einkaufsmöglichkeiten, bei denen man Konserven oder einfach Energieriegel für den Notfall findet. Aber Vorsicht: manche Einrichtung haben während der Wintermonate geschlossen. Auch hier gilt: rechtzeitig informieren, damit man im schlimmsten Fall nicht vor einem geschlossenen Kiosk steht.</p>



<p>Was das Trinkwasser angeht, so findet man entlang des Wanderwegs immer wieder Stationen, an denen man den eigenen Vorrat auffüllen kann. Es gibt aber auch kleine Regale entlang der Etappen, wo nette Nachbarn für die Wanderer Essen und Trinken für eine kleine Spende anbieten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/06/daniel-j-schwarz-mountains-1024x683.jpg" alt="West-Highland Way, Leitfaden Weitwanderung, Wandern, Natur, Landschaft, Berge" class="wp-image-364"/><figcaption class="wp-element-caption">Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@danieljschwarz?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Daniel J. Schwarz</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/braune-und-grune-berge-am-fluss-unter-weissen-wolken-tagsuber-YFNSnKYdruk?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Übernachtungsmöglichkeiten </h2>



<p>Für die Übernachtungsmöglichkeiten – sei es Unterkünfte oder Campingplätze – empfiehlt es sich auf jeden Fall diese weit im Voraus zu buchen. Vor allem, wenn man den Westhighland Way während der Hauptsaison (März – Oktober) gehen möchte. Überleg dir, ob du lieber in Unterkünften übernachten möchtest, oder ob Campingplätze auch ausreichen. Bei einigen Unterkünften und Zeltplätzen kann es vorkommen, dass sie während der Wintermonate geschlossen haben. Eine Kombination aus beiden kann auch sinnvoll sein und die Weitwanderung angenehmer machen, wenn man alle paar Tage in einem richtigen Bett schläft und die Kleidung richtig gut durchtrocknen kann, statt in einem klammen Zelt zu übernachten und morgens in die noch feuchte Kleidung vom Vortag zu schlüpfen.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Naturschutz </h2>



<p>Ein Thema, welches mir natürlich auch besonders am Herzen liegt. Weitwanderwege sind eine wundervolle Möglichkeit, die Natur und weite Landschaften besonders und intensiv zu erleben. Damit die Landschaften ihre ursprünglichkeit, die wir so schätzen, nicht verlieren, heißt es: Leave no Trace. Nimm deinen Müll immer mit und entsorg ihn dort, wo es möglich ist (im Mülleimer – nicht in der freien Natur!), sodass der Ort so hinterlassen wird, wie er vorgefunden wurde.</p>



<p>Bleib außerdem auf den markierten Wegen und stört die Tiere so wenig wie möglich. Auch bei Pflanzen gilt: Bestaunen und anschauen reicht, mitnehmen und pflücken solltet ihr stets lassen! So umgeht ihr auch die Gefahr, falls es sich um giftige oder besonders geschützten Pflanzen handelt!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/06/spencer-eccles_jones-qygu7qc9DN8-unsplash-1024x683.jpg" alt="West-Highland Way, Leitfaden Weitwanderung, Wandern, Natur, Landschaft, Berge" class="wp-image-365"/><figcaption class="wp-element-caption">Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@spencerecclesjones?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Spencer Eccles_Jones</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/ein-grasbewachsenes-feld-mit-bergen-im-hintergrund-qygu7qc9DN8?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></figcaption></figure>



<p></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><cite>Der Weg ist das Ziel.  (Konfuzius)</cite></blockquote>



<p></p>



<p></p>



<p>Mit diesen 7 Dingen sollte dem Erlebnis der Weitwanderung nichts mehr im Weg stehen! Den wichtigsten Punkt nicht zu vergessen: Wenn ihr dann endlich vor Ort seid, vergesst nicht die Zeit, die Wanderung und die Natur auch zu genießen. Seid Flexibel, wenn man nicht alles nach Plan läuft. So ergeben sich manchmal ganz neue Möglichkeiten und Begegnungen und machen das ganze Abenteuer der Weitwanderung doch aus. &nbsp;</p>
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		<title>Auf dem West-Highland Way unterwegs &#8211; Teil 2 der Schottland-Reihe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jun 2024 10:46:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
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		<category><![CDATA[Conic Hill]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Vorbereitungen für den West-Highland Way waren alle getroffen, Vorfreude und auch ein paar Ängste und Zweifel kamen auf. Aber das ist bei sowas normal, dachte ich mir. Und eine Erfahrung heraus aus der Komfortzone würde es eh werden, gerade [&#8230;]</p>
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<p></p>



<p>Meine Vorbereitungen für den West-Highland Way waren alle getroffen, Vorfreude und auch ein paar Ängste und Zweifel kamen auf. Aber das ist bei sowas normal, dachte ich mir. Und eine Erfahrung heraus aus der Komfortzone würde es eh werden, gerade was das Camping angeht. Also los ging es.</p>



<p><a href="https://johanna-kruse.com/ein-traum-der-schottischen-highlands-teil-1-der-schottland-reihe/">Hier geht es zum 1. Teil der Schottland-Reihe.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">West-Highland Way &#8211; die 1. Etappe: Milgnavie &#8211; Drymen</h2>



<p>Auch wenn Milgnavie von Glasgow aus sehr gut mit der Bahn erreichen kann, entschied ich mich wegen meines Gepäcks für ein Taxi. Ich hatte ja Zelt, Schlafsack, Isomatte, Reisetasche und Tagesrucksack dabei. Das alles wurde per Gepäcktransport von Etappe zu Etappe transportiert.</p>



<p>Am Bahnhof von Milgnavie wurde das Gepäck abgegeben und es ging los zum Startpunkt des West-Highland Ways. Der Wanderweg führte mich an einem Bachlauf entlang durch Stadtwald. Schon hier war ich von den Farben sehr begeistert. Der Wald war erfüllt von einem unglaublich sattem grün, dass ich das Gefühl hatte, ich befinde mich im Urwald. Von der Vegetation her stimmte das natürlich nicht und auch die Menschen um mich herum holte mich in die Realität zurück. Dennoch genoss ich diese satten Farben, die Gerüche nach Erde und Naturgeräusche. Nach dem Trubel in der Stadt eine wahre Wohltat. Aus dem Wald heraus ging es in eine offene Landschaft und der Dauerregen setzte ein. Rechts von mir befand sich dichter Wald, links von mir offene Heidelandschaft, in der vereinzelt Ginsterbüsche blühten. Sonnengelbe Farbspritzer. Mit Steigung hatten wir am ersten Tag kaum zu kämpfen, abwarten wir das sich in den nächsten Tagen entwickeln würde. Das Terrain war auch anfängerfreundlich, Trittsicherheit war dennoch unabdingbar.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7007-768x1024.jpg" alt="Bachlauf entlang des West-Highland Ways, sattes grün in den Wäldern " class="wp-image-343"/></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Heidelandschaften, Wälder, Schafweiden und Dauerregen.</h3>



<p>Immer wieder führte mich der Weg über oder an Schafweiden vorbei. An den musste ich anhalten, um die kleinen Lämmer zu beobachten. Nach der 5. Schafweide hatte ich auch daran langsam gewöhnt, freute mich aber immer noch darüber. Zwischendurch kam ich an einer Whiskey-Distillerie vorbei, an der einige Wanderer einkehrten, bzw. eine Besichtigung buchten.</p>



<p>Nach zwei Stunden kümmerte mich auch der Dauerregen nicht mehr. Langsam musste ich eine Pause einlegen und suchte einen kleinen Unterschlupf, der einigermaßen regenfrei war. Wie sich später herausstellte, legte ich die Pause viel zu spät ein, da ich kurz später schon in meiner ersten Unterkunft ankam. Ich hatte auf einem Campingplatz eine kleine Unterkunft gebucht, die aussah wie ein Weinfass. Ein richtig kleines Tiny House. Mein Gepäck war bereits an der Unterkunft. Gemütlich war dort Platz für zwei Personen. Der Dauerregen hatte aufgehört und ich zog endlich meine Wanderschuhe aus. Freiheit für die Füße. Nach einer Wanderung gibt es doch kein besseres Gefühl. &nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">West-Highland Way &#8211; die 2. Etappe: Drymen &#8211; Loch Lomond</h2>



<p>Am nächsten Morgen wurden ich wach von den ersten Wanderern, die ihre Zelte bereits abbrachen und sich auf den Weg machten. Als ich aufstand, wurde mir bereits bewusst, dass ich vielleicht etwas besser für die Wanderung hätte trainieren sollen. Meine Beine und Füße taten immer noch weh und morgen würde es mit dem Muskelkater bestimmt so richtig schlimm werden. Aber auch ich beschloss, meine Sachen wieder einzupacken und für den Gepäckservice abzugeben. Heute würde es wenig Wald und viel Heide- und Graslandschaften zu sehen geben. Das Wetter belohnte uns heute mit viel Sonnenschein.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7013-1024x768.jpg" alt="Flechten entlang des West-Highland Ways " class="wp-image-347"/></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Über den Conic Hill zum Loch Lomond</h3>



<p>Die zweite Etappe führt über den Conic Hill. Es besteht auch die Möglichkeit, diesen auszulassen und einen Abzweig zu nehmen, der an einer Landstraße zum Loch Lomond führt. Ich wollte mir den Conic Hill jedoch nicht nehmen lassen und Landstraße hörte sich für mich auch nicht wirklich verlockend an. Rückblickend hätte ich vielleicht meide von Muskelkater geprägten Beine in diese Überlegung mit hineinziehen sollen. Schon als ich auf den Conic Hill zulief fragte ich mich schon, wie ich da raufkommen sollte. Er lag direkt vor mir. Der Anstieg zum Conic Hill war zwar schön, aber auch sehr brutal. Ich war gut ausgebaute Wanderwege, mit einigermaßen Trittsicherem Terrain gewöhnt. Das war hier etwas anders. Der Weg zum Berg hinauf war recht gerade, ohne große Serpentinen und mit etwas, was man wohl Treppenstufen nennen könnte. Nur das diese ungefähr doppelt so hoch waren, wie normale Stufen, die ich kannte. Und die Steine, die diese Stufen formten waren sehr grob, sodass man permanent nach untern schauen und sich ziemlich konzentrieren musste, damit man sich keinen Fehltritt leistete. Der Anstieg war sehr steil. Aber ich wusste, dass ich vermutlich mit einer recht guten Aussicht belohnt wurde. Auch an dem Tag habe ich es mit den Pausen eher sporadisch gehalten, und dachte mir eine schöne Pause auf dem Gipfel würde ausreichen. &nbsp;Als ich also mit dem Aufstieg begann, merkte ich meinen Muskelkater in den Oberschenkeln bei jedem. Einzelnen. Schritt. Irgendwann kam ich an. Und die Aussicht war doch ziemlich phänomenal. Man konnte sehr gut über den Loch Lomond blicken und sah die Highlands am Horizont. Unglaublich beeindruckend. Genau dafür war ich losgegangen. Nun war ich oben. Aber irgendwie musste ich auch noch runterkommen. Der Abstieg war fast genauso schlimm wie der Aufstieg. Unten angekommen machte ich erstmal eine lange, ausgiebige Pause.</p>



<h3 class="wp-block-heading">An der Küste des Loch Lomonds entlang</h3>



<p>Danach wurde der West-Highland Weg nur noch schöner und schöner. weil er an der Küste des Lochs entlangführte. Die ganze Zeit mit dem Blick auf die Berge auf der anderen Seite des Sees. Absolut traumhaft. Immer wieder ging der Weg vom Strand in den Wald, der direkt dahinter lag. Dort war es wieder so schön saftig grün, der Waldboden mit Moos bedeckt und hier und da konnte man schon Frühlingsblumen ausmachen, die auf moosbewachsenen Baumstämmen wuchsen oder zwischen Gräsern emporragten. Nach einer Weile durch diesen Küstenstreifen kam ich am Zeltplatz an. Diesmal wollte ich auch wirklich Zelten. Es war etwas schwierig, einen ebenen Untergrund für das Zelt zu finden. Aber ich war auch sehr erledigt von der Etappe heute. Also wurde das Zelt einfach irgendwie aufgebaut, Hauptsache es ging schnell. Als Dinner musste heute die 5-Minuten-Terrine aus dem Campingplatz-Shop reichen. Allmählich verließen wir die Zivilisation und auch die Möglichkeiten, etwas fürs Dinner einzukaufen wurden weniger. Hätte ich mal einen Campingkocher mitgenommen… Dann legte ich mich auch schon schlafen, zu mehr war ich nach der doch echt anstrengenden Etappe einfach nicht mehr in der Lage. Und im Zelt wurde es allmählich auch echt kalt… Ich machte mir noch eine Wärmflasche und wollte einfach nur schlafen. Doch ich fror unheimlich. Schlafsack und Isomatte boten doch wohl nicht die gewünschte Isolation. Auch wenn es tagsüber in der Sonne schön warm war, waren die Nächte doch noch echt eisig. Die Nacht war schrecklich. Ich war erschöpft, aber konnte einfach nicht schlafen, weil es so kalt war.&nbsp; Irgendwann in den Morgenstunden wachte ich aus meinem Halbschlaf auf und überlegte, wie es weiterging.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="345" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7059-1-1024x768.jpg" alt="Loch Lomond, im Hintergrund die Highlands " class="wp-image-345"/></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="346" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/06/IMG_7079-768x1024.jpg" alt="West-Highland Way Zeichen, Küste Loch Lomond " class="wp-image-346"/></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading">West-Highland Way: Abbruch</h2>



<p>Die letzten beiden Tage waren so vielversprechend, dass ich es unbedingt weiter schaffen wollte. Aber mit dieser Erschöpfung weiter zu laufen machte einfach keinen Sinn. Zumal die nächsten Unterkünfte wieder Zeltplätze waren und davon auszugehen war, dass ich ähnlich gut schlafen würde wie die letzte Nacht. Meine Klamotten waren klamm, das mit dem Zeltaufbauen hatte nicht richtig gut geklappt. Mein Schlafsack und Isomatte waren einfach zu dünn. Auch mit Wärmflasche und drei Lagen Kleidung war mir einfach nicht warm genug gewesen in der Nacht.</p>



<p>Das vernünftigste, auf das ich mich einlassen konnte war tatsächlich, die Weitwanderung auf dem West-Highland Way abzubrechen. Ich konnte es nicht glauben und es brach mir das Herz, weil ich mich so sehr darauf gefreut hatte und die zerklüftete Landschaft noch gar nicht richtig angefangen hatte und genau dafür war ich doch hier.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufgeschoben heißt nicht aufgehoben. </h3>



<p>Noch bevor mein Entschluss feststand, war mir klar, dass es auf jeden fall ein „nächstes Mal“ geben würde. Ich wollte es unbedingt mal bis nach Fort William schaffen, wenn auch nicht dieses Mal.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gute Vorbereitung ist die halbe Miete bei einer Weitwanderung</h3>



<p>Mir mangelte es an Übung und Campingerfahrung und auch an Vorbereitung. Klein anfangen und dann die Weitwanderung besser vorbereitet und geübt nochmal versuchen. Mit dem Taxi ging es dann wieder Richtung Glasgow.  Innerhalb von 45 Minuten war ich dann wieder in der Stadt, wo ich doch 2 Tage gebraucht hatte, diese Strecke zu Fuß zurück zu legen&#8230;</p>



<p>So kam es, dass ich 5 Tage eher als gedacht wieder in den Flieger Richtung Heimat stieg. Und trotzdem war der Urlaub für mich mit unglaublich wertvollen Erfahrung gespickt. Diese Landschaft hat mich so fasziniert, dass ich es unbedingt wieder versuchen möchte und dann werde ich es auch bis zum Ende schaffen.</p>



<p></p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/auf-dem-west-highland-way-unterwegs/">Auf dem West-Highland Way unterwegs &#8211; Teil 2 der Schottland-Reihe</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
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		<title>Ein Traum der schottischen Highlands &#8211; Teil 1 der Schottland-Reihe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2024 13:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Schottische Highlands]]></category>
		<category><![CDATA[Schottland]]></category>
		<category><![CDATA[West-Highland Way]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Nebel hängt über der kargen Heidelandschaft. Die Ginsterbüsche leuchten Sonnengelb, wobei die Wolkendecke keinen Sonnenstrahl durchlässt. Auf der Weide stehen weiße und schwarze Schafe mit kleinen Lämmern, die sich austoben und sich gegenseitig anmeckern. Der Blick schweift in die [&#8230;]</p>
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<p>Der Nebel hängt über der kargen Heidelandschaft. Die Ginsterbüsche leuchten Sonnengelb, wobei die Wolkendecke keinen Sonnenstrahl durchlässt. Auf der Weide stehen weiße und schwarze Schafe mit kleinen Lämmern, die sich austoben und sich gegenseitig anmeckern. Der Blick schweift in die Ferne, wo der Nebel noch in den Nadelbäumen hängt. Die Sicht ist geprägt von sattem Grün. In der Landschaft wechseln sich Heide und Moore mit Nadelwäldern und Weideflächen mit Schafen und Hochlandrindern ab.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stimmungsvolle Landschaften</h3>



<p>Vor nebelverhangenen Hügel kann man eine Distillerie mit Hof ausmachen. Der Regen hinterlässt die Wäldern mit einem lebendigem Grün. Der Waldboden und einzelne Baumstümpfe sind mit Moos bedeckt. Irgendwie sieht es gemütlich aus und wirkt einladend. Die Frühlingssonne kitzelt hier und da die ersten Blüten hervor.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="769" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/05/P1050441-1024x769.jpg" alt="Landschaft in den schottischen Highlands bei Loch Lomond" class="wp-image-327"/></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Eine Weitwanderung in den schottischen Highlands</h3>



<p>Schon lange träumte ich von genau so einem Bild, in den schottischen Highlands endlich Wandern. Diese Stimmung der nebligen und kargen Landschaft, die ich nur von Bildern und Fotos kannte, wollte ich unbedingt selbst erfahren. Diese Weite, die verschiedenen Grüntöne, die Schafe, die raue Natur, die Ruhe, ja auch der Dauerregen und die Anstrengung der Wanderung.,</p>



<p>So begann ich damit, meine erste Weitwanderung zu organisieren. Es dauerte nicht lange, da kam ich auf den West Highland Way. Landschaftlich genau das, was ich mir vorstellte. Die Streckenabschnitte konnte man sich selbst variabel einteilen – je nach Kondition und Unterkunft.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der West-Highland Way: direkt durch die Highlands</h3>



<p>Der WHW führt von Milgnavie (bei Glasgow) nördlich bis nach Fort William. Vorbei an dem größten See Schottlands, dem Loch Lomond. Je nach Schwierigkeitsgrad kann man das in 7-12 Etappen laufen. Die Etappenziele sind unter anderem: Drymen, Balmaha, Rowardennan, Inversnaid, Inverarnan, Crainlarich, Tyndrum, Bridge of Orchy, Inveroran, Kingshouse und Kinlochleven.</p>



<p>Da der West Highland Way (WHW) ein ziemlich bekannter und touristischer Wanderweg, ist er wirklich gut ausgebaut und beschildert. So hieß es in den Infos, die ich mir in den nächsten Wochen zusammensuchte. Einige, wenige Unterkünfte bzw. Hotels und viele Zelt- und Campingplätze auf dem Weg. Der Vorteil bei einer so gut erschlossenen Route war, dass es einen Gepäckservice gab. Sodass die Gepäckstücke, vor allem Zelt, Isomatte, Schlafsack an die Unterkünfte und Zeltplätze direkt transportiert werden und man das Gepäck nicht selbst tragen muss. Daher eignet sich diese Weitwanderung auch besonders gut für Anfänger. Der Nachteil ist natürlich, dass man auf dem Weg recht vielen Menschen begegnet oder Etappen immer wieder mit den gleichen Menschen geht. Wenn man also die Isolation in der Wildnis sucht, ist dieser Weg wahrscheinlich eher weniger geeignet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://johanna-kruse.com/wp-content/uploads/2024/05/Foto-01.05.23-10-57-29-768x1024.jpg" alt="karge Landschaft in den Highlands" class="wp-image-328"/></figure>



<p>Den Zeitpunkt der Wanderung sollte man sich gut überlegen, ab Mai beginnt die Midges-Season. Midges sind fiese Sandfliegen, die einen im Sommer nicht mehr in Ruhe lassen. Daher entschied ich mich für Ende April/Anfang Mai. Ich hatte Glück, die Midges waren noch nicht unterwegs, aber das Wetter konnte auch noch sehr wechselhaft sein. Es würde also doch eine Überraschungstüte werden. Ansonsten wäre es ja auch langweilig, oder nicht?</p>



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<p><a href="https://johanna-kruse.com/auf-dem-west-highland-way-unterwegs/">Hier geht´s zu Teil 2.</a></p>



<p><a href="https://johanna-kruse.com/vorbereitung-fuer-eine-weitwanderung-teil-3-der-schottland-reihe/">Hier geht&#8217;s zum 3. Teil der Schottland-Reihe</a></p>



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<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@reubenteo?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Reuben Teo</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/fotografie-von-hugeln-aus-der-vogelperspektive-fUZWpaUknyI?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://johanna-kruse.com/ein-traum-der-schottischen-highlands-teil-1-der-schottland-reihe/">Ein Traum der schottischen Highlands &#8211; Teil 1 der Schottland-Reihe</a> erschien zuerst auf <a href="https://johanna-kruse.com">Johanna Kruse</a>.</p>
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