Einen Monat habe ich am Anfang meiner Australien Reise in Melbourne verbracht. Währenddessen hatte ich genug Zeit, die wichtigsten Spots in Melbourne zu entdecken. Meine Erfahrung habe ich nun endlich in einem Reisebericht über Melbourne zusammengefasst. Besondere Highlights, die mich beeindruckt haben: die Kaffeekultur und die Street Art – das macht die Stadt meiner Meinung nach so einzigartig!
Ankunft in Melbourne: erste Eindrücke
Als ich in Melbourne ankam, wurde ich sofort von der pulsierenden Energie der Stadt erfasst. Die Umstellung auf die neue Kultur und der Kampf gegen den Jetlag waren nicht zu unterschätzen. In der ersten Woche war ich oft müde und schlief lange aus, während ich versuchte, mich an die fremde Umgebung zu gewöhnen. Für mich war es außerdem herausfordernd, mich zwischen den Hostelküchen um mein eigenes Essen zu kümmern, schien zunächst überwältigend, aber nach und nach fand ich meinen Rhythmus.
Ich hatte mir von Anfang an bewusst viel Zeit gelassen – ein ganzer Monat in Melbourne, um die Stadt wirklich kennenzulernen. Zwei Wochen hätten vermutlich für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gereicht, aber ich wusste nicht genau wie meine Reise weitergehen sollte, und musste mich zudem erst an die australische Hitze gewöhnen.
Kaffeekultur in Melbourne: Kaffee ist hier kein Getränk sondern eine Lebenseinstellung
Melbourne ist bekannt für seine lebhafte Kaffeekultur mit zahlreichen Cafés, die qualitativ hochwertigen und starken Kaffee anbieten. Ich habe selten eine Stadt erlebt, in der es wirklich an jeder Ecke ein Café gibt. Die Cafés waren fast alle kleine, stylische Läden mit Baristas, die ihren Job ernst nehmen. Melbourne ist die inoffizielle Kaffeewelthauptstadt. Als Kaffeeliebhaberin konnte ich mich mit Freuden darauf einlassen.
Die Kaffeekultur ist hier ein echter Wettbewerb. Wer den besten Flat White macht? Darüber kann man endlose Diskussionen führen. Ich habe viele ausprobiert – von den hippen Cafés in Fitzroy bis zu den kleinen versteckten Perlen in den Gassen der Innenstadt. Mein Fazit: Der Kaffee in Melbourne ist stark, cremig und einfach auf einem anderen Level.
Die Kaffeekultur in Melbourne unterscheidet sich deutlich von der deutschen. Während in Deutschland eher nachmittags Kaffee zu einem guten Stück Kuchen getrunken wird, haben die Cafés in Australien meistens nur bis mittags geöffnet. Wenn man also erst um 15/16 Uhr ein Café sucht, dann geht man meistens mit leeren Händen nach Hause.
Ein paar meiner Lieblingscafés zum Arbeiten und Genießen:
Little Rogue – Hier herrscht eine gemütliche Atmosphäre, egal ob mit Sitzplatz im Café oder um draußen in der kleinen Gasse einen Plausch zu halten.
Market Lane Coffee – Spezialisiert auf hochwertigen Filterkaffee mit viel Laufkundschaft vom Queen Victoria Market. Die kleinen Sprüche auf den Bechern sorgt für extra Motiviation.
Dukes Coffee Roasters – Hier gibts nachhaltigen Kaffee mit perfekter Crema.
Higher Ground – Mehr als ein Café – ein Gourmeterlebnis.
Brick Lane Melbourne – Nicht nur der Kaffee ist hier gut, nämlich auch das Frühstück.
Street Art in Melbourne: AC/DC Lane und Hosier Lane
Ein weiteres Highlight meines Melbourne Reiseberichts ist die beeindruckende Street Art. Wer Street Art liebt, kommt in Melbourne an der Hosier Lane und der AC/DC Lane nicht vorbei.

Während die Hosier Lane besonders bekannt und oft voller Touristen ist, empfand ich die AC/DC Lane als ruhiger und stilvoller. Auch die Kunstwerke haben mich in der AC/DC Lane mehr angesprochen. Hier war einfach noch etwas mehr Platz, um der Kunst Freiraum zu lassen. Beide Gassen bieten eine Vielzahl an kreativen Graffitis, Murals und Street Art-Projekten, die sich ständig verändern.
Queen Victoria Market: Kulinarik in Melbourne
Der Queen Victoria Market ist eine Mischung aus historischem Markt, Foodie-Paradies und Vintage-Schatzkammer. Hier gibt es einfach alles: frische Lebensmittel, handgemachte Produkte, Second-Hand Kleidung und leckeres Street-Food.
Ich habe dort wirklich leckere holländische Poffertjes gegessen. Ein Hauch von Heimat in den ersten Wochen. Es war ein tolles Urlaubsgefühl, sich mit einem warmen Teller der fluffigen Mini-Pfannkuchen mit Erdbeeren (waaas Erdbeeren im Dezember?) zwischen dem Markttreiben eine kurze Pause zu gönnen. Passend dazu gibt es auch ein Flat White vom Market Lane Coffee direkt nebenan.
Öffnungszeiten des Queen Victoria Markets
Dienstag, Donnerstag & Freitag: 6:00 – 15:00 Uhr
Samstag: 6:00 – 16:00 Uhr
Sonntag: 9:00 – 16:00 Uhr
St. Kilda & Brighton Beach: Sehenswürdigkeiten am Wasser
Kein Reisebericht von Melbourne ohne die schönen Orte am Meer. Obwohl Melbourne wirklich groß ist, hat es aber auch einige schöne Strände! Besonders bekannt: St. Kilda und die Brighton Beach Boxes. Die Strände in Melbourne sind 1-2 h von der Innenstadt entfernt, aber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen. Das gibt einem nochmal eine Perspektive der Größe dieser Stadt!
Pinguine in St. Kilda erleben
St. Kilda ist eines der entspanntesten und beliebtesten Viertel Melbournes – direkt am Wasser gelegen, mit breiten Stränden, charmanten Cafés und einem Hauch von Nostalgie. Besonders berühmt ist der St. Kilda Pier, wo man jeden Abend nach Sonnenuntergang kleine Pinguine beobachten kann. Sie kehren aus dem Ozean zurück und watscheln über die Felsen zu ihren Nestern.
Ich war natürlich nicht die einzige, die sich dieses Naturschauspiel anschauen wollte. Mit vielen anderen Besuchern stand ich am Pier und war neugierig, endlich mal Pinguine zu sehen in freie Wildbahn!
Auch abseits der Pinguine hat mit St. Kilda mit seiner entspannten Atmosphäre sofort begeistert. Die Acland Street mit seinen gemütliche Cafés und Bäckereichen oder der historische Luna Park mit seinem bekannten, riesigem Eingangstor.
St. Kilda ist also ein perfekter Ort, um dem Trubel der Stadt zu entfliehen, barfuß am Strand zu laufen und endlich mal wieder die Wärme und den Sand unter den Füßen zu genießen oder einfach den Sonnenuntergang zu beobachten.
Brighton Beach: Bunte Badehäuschen am Meer
Neben dem Strand von St. Kilda befinden sich die Brighton Beach Boxes. Ein beliebtes Fotomotiv: die kleinen Holzhütten mit farbenfrohen Mustern machen den Strand für mich zu einer der charmantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Dieser Strand ist perfekt für einen Nachmittag mit Picknick, Schwimmen oder einfach nur zum Genießen des Ausblicks auf die Skyline von Melbourne.

Melbournes Sehenswürdigkeiten: Dandenong Ranges National Park
Um dem Stadttrubel zu entfliehen, besuchte ich den Dandenong Ranges National Park, ein Regenwaldgebiet direkt vor den Toren Melbournes. Hier befinden sich riesigen Mountain Ash-Bäumen unter denen man entspannte Wanderungen unternehmen kann. Mit etwas Glück kann man sogar Wallabys oder Wombats in freier Wildbahn beobachten. Ein Glück, das ich leider nicht hatte.
Der Park bietet zahlreiche Wanderwege, Wasserfälle und wunderschöne Aussichtspunkte. Besonders empfehlenswert ist der 1000 Steps Walk, eine historische Strecke, die als Training für Soldaten diente und heute eine der beliebtesten Wanderungen in der Region ist.
Melbourne CBD & Flinders Street Station: Das Herz der Stadt
Das Central Business District (CBD) ist das geschäftige Zentrum Melbournes und voller Leben und wirklich vieler Menschen. Am Anfang war das für mich etwas überwältigend. Neben modernen Wolkenkratzern findet man hier auch einige versteckte historische Gebäude und versteckte Gassen mit Cafés, Street Art, Boutiquen und natürlich auch einigen Ketten, Malls und viel Street Food.
Flinders Street Station: Wahrzeichen der Stadt
Eines der markantesten Gebäude im CBD ist die Flinders Street Station. Das historische Bahnhofsgebäude mit seiner großen Kuppel gilt nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt sondern ist auch als eines der bekanntesten Wahrzeichen Melbournes.

Fazit: Ein Monat in Melbourne
Rückblickend war mein einmonatiger Aufenthalt in Melbourne eine Reise voller Entdeckungen und persönlicher Highlights. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kann man sicherlich in ein bis zwei Wochen besichtigen. Ich genoss es, die Stadt in meinem eigenen Tempo zu erleben, vollständig in die Kultur einzutauchen und mich allmählich mit meiner Reiseplanung für die nächsten Monate auseinanderzusetzen.
Foto von Simona Sergi auf Unsplash
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